Heutzutage geht doch fast jeder ins Gym. Will fit werden, muskulös, viel Protein. Und trotzdem finde ich mich darin nicht wieder. Irgendwie mache ich was anderes — und ehrlich gesagt ist es auch besser.
Alles fing an mit einer echten Abneigung gegen Sport. Ich war faul und wollte lieber zocken. Erst mit Anfang 20 habe ich angefangen, Gewichte zu heben — aber nicht, weil ich Bock auf Sport hatte, sondern ganz ehrlich: einfach nur, um besser auszusehen.
Gym war noch nie meins, das mochte ich einfach nicht. Ich habe zu Hause viel mit Freihanteln trainiert. Gelegentlich bin ich auch mal eine Runde laufen gegangen, aber eher alle paar Wochen mal fünf Kilometer — nicht wirklich regelmäßig und auch nicht ambitioniert, schneller zu werden oder mehr zu laufen. Sportlich war ich einfach ein bisschen übern Durchschnitt, mehr nicht.
Und Laufen? Das habe ich damals regelrecht gehasst. Ich bin nur gelaufen, weil es die effizienteste Cardioeinheit überhaupt ist — nicht, weil es mir Spaß gemacht hätte. Erst vor drei Jahren habe ich das Laufen lieben gelernt — durch Flow beim Laufen.
Ich habe gelesen, ich habe recherchiert, ich habe ausprobiert. Ich habe High Protein, Low Carb entdeckt — und begriffen, wie wichtig die Ernährung ist. Ich wollte verstehen, was mit meinem Körper passiert, wenn ich den Zucker weglasse.
Und es hat sich was getan. Zum ersten Mal kam vielleicht das Sixpack durch, die erste Definition. Das hat mich motiviert, dranzubleiben. Aber ganz ehrlich: So richtig lean oder richtig krass fit war ich damit nicht. Das war alles ein Schritt in die richtige Richtung auf meinem Weg — aber was Entscheidendes hat noch gefehlt.
Und dann ging es richtig los. Ich wollte wirklich lean werden, zehn Kilo abnehmen — und habe 2021 mit Intervallfasten angefangen. Mein Ziel hatte ich relativ schnell erreicht, aber aufgehört habe ich trotzdem nie wieder.
Mit diesem ersten Meilenstein — außergewöhnlich zu sein, rauszustechen — kam der Hunger nach mehr. Ich wollte auch sportlich liefern, nicht einfach nur gut aussehen. Also setzte ich mir krassere Ziele. Ich fing an, Calisthenics zu machen statt Gewichte zu heben, echte Skills zu lernen. Ich riss mich los von dem „einmal die Woche mit einem Kumpel laufen" — hin zu mehr eigenen Läufen, zu schnelleren Läufen.
Meinen ersten Marathon lief ich in München: 3 Stunden 11. Den zweiten dann hier auf Zypern — einen Sub-3-Marathon.
Bei der Vorbereitung darauf fing alles an: Ich machte meine Läufe nüchtern, morgens raus ohne einen Bissen, am Ende meines Intervallfasten-Fensters. So habe ich einen richtig effizienten Fettstoffwechsel aufgebaut. Heute laufe ich regelmäßig 30 Kilometer ohne irgendwas zu essen, manchmal sogar einen ganzen Marathon — und mache danach teilweise noch den ganzen Abend Party, ohne Probleme. Ich halte krasse Kaloriendefizite aus, ohne körperlich irgendwas zu merken.
Und genau so ging es los, dass ich unglaublich Bock auf noch mehr Sport hatte. Noch mehr, noch mehr. Ich bin richtig sportsüchtig geworden, weil ich einfach so viel Kraft und Energie dafür habe. Und so kamen all die Sportarten dazu:
Und parallel zu all dem habe ich gelernt, intuitiv zu essen. Kalorien gezählt habe ich zwar schon seit 2015 — aber es hat mir nie wirklich Spaß gemacht, und ich habe nie die Notwendigkeit gesehen, das dauerhaft zu machen. Mir hat es in der jeweiligen Phase einfach gereicht zu wissen, was ungefähr Sache ist. Und für die Form, die ich da hatte, hat das auch immer gepasst. Heute, mit meiner Performance und meiner Physique, habe ich die ganze Anleitung im Kopf — ich weiß genau, was ich essen muss, um das zu halten und weiter aufzubauen.
Als ich mir mal die Schulter verletzt habe und wochenlang nicht trainieren konnte, bin ich nicht aufgegangen wie ein Zopfkuchen. Drei Kilo, dann hat mein Körper von selbst gesagt: jetzt weniger. Kein Verzicht, kein Tracking — ich esse Süßigkeiten, trinke mal was, gehe feiern.
Weil ich über zehn Jahre gebraucht habe, um all das zu verstehen — und ich es für dich in 90 Tage komprimiere. Genau das bringe ich dir bei.